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Ein Wärmezähler (Wärmemengenzähler, WMZ) ist ein Messgerät zur Bestimmung der Wärmemenge, die einem Verbraucher über einen Heizkreislauf zugeführt wird. Sie errechnet sich aus dem gemessenen Volumenstrom des Heizwassers und der Temperaturdifferenz zwischen Vorlauf und Rücklauf des Heizkreislaufs.

Die gemessene Heizenergie wird in Gigajoule (GJ) oder Megawattstunden (MWh) angegeben, früher auch in Gigakalorien (Gcal). Die vom Messgerät erfasste Heizenergie ist die Wärmeenergie, die in einem bestimmten Zeitraum an eine Verbrauchseinheit abgegeben wurde, eventuell unter Einbeziehung anderer Bedarfskomponenten wie z. B. der Warmwasserbereitung. Ist der Messzeitraum ein Jahr, so wird der Jahreswärmebedarf vom Wärmezähler registriert.

Das Rechenwerk verknüpft die ankommenden Signale vom Volumenmessteil und den Temperaturfühlern und berücksichtigt die temperaturabhängigen Stoffwerte der Dichte ρ und der Wärmekapazität cW. Die Integration im Rechenwerk liefert die Wärmemenge, die auf dem Display in einer auszuwählenden Einheit angezeigt wird. Zusätzliche Informationen können auf Wunsch abgerufen werden, wie beispielsweise der aktuelle Durchfluss, die Wärmeleistung oder eine akkumulierte Wärmemenge innerhalb einzugebender Stichtage.

Die Temperaturfühler zur Erfassung des Heizungsvor- und Rücklaufs sind zumeist Platin-Widerstandsthermometer, welche im Kleinwärmezählerbereich fest integriert sind, oder bei größeren Einheiten von außen über spezielle Anschlussstücke angebracht werden können. Das Volumenmessteil ist entweder mechanisch drehend oder statisch nach dem Ultraschallprinzip ausgeführt.

Als mechanische Messteile kommen Flügelradzähler in einstrahliger oder zweistrahliger Bauweise zum Einsatz, sowie Woltmannzähler.

Einstrahlige Zähler eignen sich als Kompaktzähler für kleine Messeinheiten, da schon geringe Volumenströme von etwa 1,5 l/h zuverlässig erfasst werden.

Bei mehrstrahligen Zählern, wie sie in größeren Wohneinheiten zum Einsatz kommen, wird der auf das Rad strömende Volumenstrom durch Blenden aufgeteilt und das Flügelrad somit gleichmäßig belastet; dem erhöhten Druckverlust steht daher ein geringerer Verschleiß der Lagerachsen gegenüber. Mehrstrahlige Zähler kommen im größeren Nennweitenbereich zum Einsatz.

Im gleichen Einsatzbereich werden Woltmannzähler verwendet, welche geringere Druckverluste aufweisen, da die Drehachse parallel der Strömung liegt. Es gibt sie für waagrechten Einbau (WP) und für den senkrechten Einbau (WS) in Steigesträngen. Ultraschallzähler nach dem Mitführungsprinzip machen sich den Umstand zunutze, dass zwischen zwei Reflektoren entgegenlaufende Schallwellen unterschiedliche Laufzeiten haben, womit sich eine Laufzeitdifferenz \triangle t ermitteln lässt. Diese ist proportional der mittleren Geschwindigkeit v der Rohrströmung , welche mit dem Rohrquerschnitt A multipliziert wiederum den Volumenstrom ergibt.

Wärmezähler kommen in verschiedenen Bauarten vor, insbesondere als Kompaktwärmezähler: Rechenwerk und Volumenmessteil sind in einem Gehäuse (Rumpfkompaktwärmezähler) verbaut. Das Volumenmessteil kann als Ultraschalldurchflussmesser ausgeführt sein. Das Temperaturfühlerpaar wird von außen angeschlossen. Verbund von einem Volumenmessteil (meist ein Warmwasserzähler), einem Rechenwerk und einem Temperaturfühlerpaar. Zusätzlich werden Wärmezähler mit Stichtagsmodulen ausgestattet, die zur Auslesung die Anwesenheit des Mieters erforderlich machen, oder mit Funkmodulen in der Plug and Playtechnik sowie zur Fernübertragung der Verbrauchswerte.
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